„In der Vergangenheit war eine Partnerschaft wie die unsere vielleicht eher üblich“, beginnt Kienzle. „Aber in den letzten 8 Jahren, seit ich der Geschäftsleitung beigetreten bin, haben wir gesehen, dass die enge Beziehung zwischen Lieferanten und Kunden aufgrund der Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft nicht immer selbstverständlich ist.“ In dieser Zeit des Wandels hat sich die Zusammenarbeit zwischen Ferag und Burda zu einer wertvollen Partnerschaft auf Augenhöhe entwickelt. „Es geht um ein Geben und Nehmen“, betont Kienzle. „Die Zusammenarbeit zwischen Lieferanten und Kunden ist dynamischer geworden und bietet neue Möglichkeiten für eine fruchtbare, inspirierende Kooperation.“
Burda Druck versteht sich u.a. als Lösungsanbieter für seine Kunden, mit denen es gemeinsam effektive Lösungen für die industrielle Produktion entwickelt. Und wünscht sich, dass nicht nur die Kunden, sondern auch die Wettbewerber eine zunehmende Rolle bei der Entwicklung und Umsetzung von Lösungen spielen. Sowohl Burda als auch Ferag sind davon überzeugt, dass die Einbeziehung aller Akteure dazu beiträgt, individuelle Lösungen zu schaffen, die die gesamte Branche voranbringen. Sie tragen entscheidend dazu bei, dass die Produkte wettbewerbsfähig und kosteneffizient bleiben, was letztlich allen Beteiligten zugute kommt.
Eine wichtige Innovation, die von Burda angestoßen und von Ferag umgesetzt wurde, ist die Entwicklung von ferag.ecofix. „Innovationen sind in der Maschinenindustrie heutzutage selten“, erklärt Kienzle. „Aber wir wollten echte Nachhaltigkeit und kein Greenwashing.“ Die Idee für ferag.ecofix entstand aus dem immer lauter werdenden Ruf nach nachhaltigen Lösungen, aber auch aus den spezifischen Herausforderungen, die Folien auf Sortier- und Förderbändern verursachen, z.B. beim Lesen von Barcodes und Adressen. Um diese Probleme zu lösen, entwickelte Ferag einen Prototyp des ferag.ecofix und führte gemeinsam mit Burda Druck umfangreiche Tests mit dem System durch. Die Post hat diese Neuentwicklung ein Jahr lang begleitet. Nach der Testphase wurde die ferag.ecofix-Lösung schließlich im Herbst 2023 als Standardlösung zugelassen. Dies war ein Meilenstein. „Er zeigt, dass Innovation in der grafischen Industrie immer noch möglich ist“, sagt Kienzle stolz. „Wir sind ein Lösungsanbieter für unsere Kunden und setzen uns auch für Nachhaltigkeit ein.“
ferag.ecofix ersetzt die Verwendung von Folien. Verlage und Druckereien reduzieren ihren ökologischen Fußabdruck und arbeiten gleichzeitig effizienter. Das Produkt ermöglicht eine umweltfreundlichere Verarbeitung von Druckerzeugnissen, wovon nicht nur die Unternehmen, sondern auch ihre Kunden profitieren. Das Produkt hat sich als Industriestandard etabliert und hat sich in der Praxis bewährt. Die ersten Verlagshäuser machen den Einsatz von ferag.ecofix zur Pflicht. Dies spiegelt zum einen das Bewusstsein für Umwelt- und Nachhaltigkeitsfragen in der Druckindustrie wider. Andererseits stellen sie damit sicher, dass ihre Lieferanten effiziente und nachhaltige Produktionstechnologien einsetzen, um hochwertige und nachhaltige Produkte zu liefern.
Aber die Reise ist hier noch nicht zu Ende. Die Zukunft der Druckindustrie wird von Trends geprägt sein. Zum Beispiel die Anforderung, individuelle Produkte bis hin zu einer Losgröße von eins zu produzieren. In einer Zeit, in der personalisierte Werbung und Produkte immer wichtiger werden, ist die Fähigkeit, auf die spezifischen Bedürfnisse jedes einzelnen Kunden einzugehen, entscheidend. Druckunternehmen müssen flexibel und in der Lage sein, maßgeschneiderte Lösungen anzubieten, sei es für gedruckte Anzeigen, Marketingmaterialien oder sogar Produkte selbst. Diese Entwicklung wird nicht nur die Effizienz und Effektivität von Kampagnen verbessern, sondern auch neue Möglichkeiten für die Druckindustrie eröffnen, sich weiter zu differenzieren und die Bedürfnisse einer zunehmend individualisierten Gesellschaft zu erfüllen. „Innovation ist unerlässlich, um kosteneffizient, ökologisch und kundenorientiert zu bleiben“, betont Kienzle.
In dieser Hinsicht positioniert sich Ferag als zuverlässiger Partner und Unterstützer der Druckindustrie und sendet klare Signale aus, dass sie in der Branche weiterhin präsent sein wird. Das Unternehmen kennt die Herausforderungen, vor denen Druckereien stehen, und arbeitet mit seinen Kunden zusammen, um der Branche eine stabile Zukunft zu sichern. Trotz aller Unwägbarkeiten ist Kienzle überzeugt, dass die grafische Industrie weiter bestehen wird. „Es geht darum, näher zusammenzurücken und zusammenzuhalten“, sagt er mit Blick in die Zukunft. Sein Wunsch für die nächsten Jahre? „Dass wir weiterhin stolz auf das sein können, was wir tun, und dass wir noch lange Zeit für unsere Kunden drucken können“, schließt Kienzle. „Die Lust am Lesen muss bei jungen Menschen wieder geweckt werden, und dabei können wir eine wichtige Rolle spielen.“